Schule Birrwil und Veloweg Hallwilersee

Gerne mache ich auf den Leserbrief von Philipp Kästli im Wynentaler Blatt vom 30. September 2016 aufmerksam, welcher unter anderem sehr prägnant die aktuelle Situation der Birrwiler Schule beschreibt. Berbuer klicken hier.

Ebenfalls ist dem Lenzburger Bezirksanzeiger vom 29. September 2016 auf Seite 14 zu entnehmen, dass es nicht gelungen ist, das Projekt „Freizeitradweg rund um den Hallwilersee“ trotz grosser Bemühungen der Regionalplanung umzusetzen.

Da das Wynentaler Blatt und der Lenzburger Bezirksanzeiger selbst keine Kommentarfunktionen bietet, könnt Ihr Eure Kommentare dazu gerne auf dieser Seite schreiben und diskutieren.

5 Gedanken zu “Schule Birrwil und Veloweg Hallwilersee

  1. Der Leserbrief im Wynentaler Blatt hat mich zum Nachdenken über die Konsequenzen der Sparmassnahmen angeregt. Birrwil ohne unseren Kindergarten und ohne unsere Primarschule ist kaum vorstellbar! Unser Dorf wächst kontinuierlich und durch die Systemumstellung konnten bereits Kosten gespart werden. Die Drohung an die kleinen Gemeinden Lehrerlöhne und Schülerbeiträge zu erhöhen gleicht einer Erpressung auf hohem Niveau. Bei pauschaler Ressourcierung wird es nur Verlierer geben. Unsere Kinder sind die Zukunft und der Kanton Aargau spart an der wertvollsten Ressource. Stopp der Sparwelle!

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  2. Der Leserbrief im Wynentaler Blatt macht mich stutzig. Sparen als Religion? – Wohl eher als notwendiges Übel! Natürlich will niemand in unserem Dorf die Beiz, die Post oder den Coiffeur freiwillig schliessen. Ich ermutige den Leserbriefschreiber dahingehend, selber ein solches Geschäft zu betreiben. Jedoch zweifle ich sehr stark an der Rentabilität von solchen Geschäften in unserem Dorf. Folglich müssen wir mit der Zeit gehen und uns nicht an den längst vergangenen Tagen orientieren.

    Sparen schmerzt immer und trifft meistens alle gleichermassen. Steuereinnahmen sind daher wichtig und schaffen ja gerade Lebensraum, in dem sie Investitionen für die Gemeinde ermöglichen. Ich schliesse meinen Kommentar ohne Wahlempfehlung, denn jeder von uns weiss für sich selber genau, welcher Politik er folgen will.

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    • Insgesamt kommt der Vorschlag des Regierungsrates (auf Forderung der FDP-Fraktion) für den Steuerzahler ja gar nicht günstiger, sondern teurer, da bei dein Gemeinden mehr Kosten anfallen als beim Kanton wegfallen. Die dominierenden Parteien haben daher auch den Auftrag der Leute, die sie als Sparpolitiker gewählt haben, schlecht erfüllt. Die Grossratsfraktionen der Parteien, um genauer zu sein. Ich bin sicher, dass sich mancher, durchaus bürgerlicher Gemeinderat in Birrwil (und anderswo) die Haare rauft ob so viel politischer Kurzsichtigkeit (vielleicht mag sich ja ein Gemeinderatsmitglied hier äussern?) Meine Abwahlempfehlung bezieht sich denn auch nur auf die entsprechenden Regierungsräte und Grossratsfraktionen, nicht auf die Gemeindepolitiker, die in der Regel nach bestem Vermögen sachlich und mit Augenmass politisieren.
      Was meinen Beitrag zum Wirtschafts- und Gesellschaftsleben angeht, treffen Sie natürlich einen wunden Punkt. Als Züri-Pendler trage ich selbst zu Birrwil als Schlafdorf bei, und mein Metier, die Erdbebenforschung, trägt nun (ausser Grundlagen zum erdbebensicheren Bauen) wirklich nicht viel zum Wirtschaftsleben des Dorfes bei. In der Freizeit versuche ich dies ein bisschen zu kompensieren: Nein, nicht als Coiffeur, da wäre ich definitiv untauglich. Als Metzger dagegen schon: ich produziere gegen eine GVE Kaninchenfleisch für regionale Metzger und einige 1000 Eier für die Nachbarschaft. Auf Bestellung beliefere ich auch Sie gerne mit Schlegeln, Voressen oder Bratwürsten.

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  3. Heute ist der Regierungsrat noch einen Schritt weitergegangen und hat angekündigt, dass er in 44 Gemeinden, die weniger als 65 Schüler haben, die Primarschule schliessen will. (http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/aarau/44-schulen-im-kanton-aargau-sind-nicht-rentabel-130621062). Dazu gehört auch Birrwil. Für einen läppischen Sparbetrag von 2 Millionen – weniger als 50’000.- pro Gemeinde, die dadurch immerhin die Seele und mittelfristig die Zukunft verliert. Denn was für eine Zukunft hat eine Gemeinde ohne Schule? Sie wird zum Schlafghetto für Alleinstehende und zum Alterssitz. Keine Familie mit Kindern wird da aus eigenem Antrieb hinziehen?
    Dabei verwandelt sich der „Spareffekt“ ins krasse Gegenteil, wenn man die Kosten berücksichtigt, die es braucht, um die Kinder an die auswärtigen Schulstandorte zu transportieren (A-Welle Jahresabo 1 Zone = 1.3 Mio.), und, dort den Schulraum bereitzustellen (wohl 0.5 Mio pro Klasse, d.h. total über 50 Mio.) – bloss, dass diese Kosten von den Gemeinden zu bezahlen sind statt vom Kanton.

    Man kann es nicht klar genug sagen: Wer diesen Regierungsrat wiederwählt, der wählt die Abschaffung der Birrwiler Schule. Und wer mit SVP und FDP die Hauptbetreiber dieser kurzsichtigen „Spar“politik wieder in den Grossen Rat wählt, der stimmt mittelfristig gegen die Zukunft von Birrwil als lebendiges, eigenständiges Dorf.

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  4. Ich bin vor 60 Jahren in Wettingen in der Uebungsschule des Seminars zur Schule gegangen. Wir waren in der 1 – 3 Klasse sowie in der 4. – 5 Klasse in einer Grossklasse zusammen. Wie ich weiss, haben alle meine Kammeraden ihr Leben bestens gemeistert. Eines haben wir allerdings nicht gelernt, wie viele Sekunden der Lehrer für uns pro Stunde zur Verfügung hatte.

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