Zwei Frauen und ein Mann?

Wer kümmert sich um unser Dorf?

Der Gemeinderat, die Schulpflege, die Gemeindeverwaltung und alle gewählten Kommissionen …

… wäre sicherlich die bequemste Antwort für uns Bürger. Gibt sie uns doch die Ermächtigung oder gar Berechtigung, die genannten Ämter bei aufkommender Unzufriedenheit verantwortlich für alles zu machen oder gar öffentlich zu beschuldigen.

Die Verantwortung aber was wie und wann in unserem Dorf geschieht, obliegt nicht einem einzelnen Amt oder einer einzelnen Amtsträgerin, sondern uns allen als Bürger und Einwohner Birrwils.

Ich persönlich kenne mindestens zwei Frauen und ein Mann, welche sich kümmern und das Berbuer Dorfleben ohne Gejammer und Klage an der Basis in die Hand nehmen. Sie folgen alle uneigennützig ihrem Ziel zugunsten der Allgemeinheit, zugunsten Birrwils. Sie nehmen sich die Zeit – Freizeit – Optionen zu suchen und an richtiger Stelle zu platzieren.

Und alle diese drei Berbuer möchten mit unterschiedlichen Ideen und Ansätzen das Gleiche: Ein Berbu, ein Birrwil als Dorf, in welchem sich Menschen, von Angesicht zu Angesicht begegnen können. Ein Dorf, in welchem es Räume und Plätze gibt, die diese Begegnungen zulassen.

Berbu hat einige wenige unverbindliche Begegnungsräume. Ich möchte hier zum Beispiel die Restaurants im Dorf, aber auch die Chileschüür erwähnen. Natürlich gibt es auch die Vereine und die Feuerwehr. Diese sind aber nur teils unverbindlich; ist man dabei, haben Sie eine gewisse Verbindlichkeit.

Wenn man die genannten Begegnungsräume in Birrwil aktiv nutzt, ist man geneigt zu sagen, wir begegnen uns doch alle schon, was brauchen wir mehr? Doch alle begegnen sich noch lange nicht!

So traf ich unlängst ausserhalb Berbu zufällig einen mir bekannten Menschen, welcher zu meinem Erstaunen seit eineinhalb Jahren in Berbu lebt. Ich bin ihm in Berbu in dieser Zeit nie begegnet, wohl aber einige Male ausserhalb des Dorfes, ohne zu wissen, dass er hier wohnt.

Er erzählte mir, dass er in Berbu nur gerade mit den Menschen im Stiegenhaus Kontakt habe, und man ohne Auto Schwierigkeiten habe, grad mal schnell noch fehlende Lebensmittel zu kaufen.

Es ist also längst überfällig, nicht noch mehr unserer alltäglichen Begegnungsräume zu verlieren, sondern uns vom Enthusiasmus der zwei Frauen und des Mannes anstecken zu lassen, weitere aufzubauen.

Und wer weiss, vielleicht begegnen wir uns bald im belebten Dorfzentrum von Berbu, um beim Einkauf einen Kaffee zu geniessen und den vielen Kindern auf dem Spielplatz des Gemeinderasens zuzusehen.

… und wer nun nicht weiss, wer die zwei Frauen und der Mann sind? Ist vielleicht manchmal ein klein wenig zuviel unbekümmert.

Euer Berbuer

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